Juli 2023

 
Schusterwappen nach  einer Glasmalerei im nördlichen Choreingang
Carl Schuster bis 1915                                                                                                
Aquarell                                                                                                                 
Inv.-Nr.: Gr-01838  
 
Das farbenfrohe Stifterwappen befand sich einst unter einem Glasgemälde im nördlichen Choreingangsraum des Freiburger Münsters. Ausgeführt wurde es von der Freiburger Glasmalereiwerkstatt Helmle/Merzweiler im Jahr 1880, Stifter war Heinrich Hermann. Auf dem zweiteiligen Fenster waren der Erzengel Michael und die Mondsichelmadonna dargestellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde es wie die meisten Glasmalereien  des 19. Jahrhunderts zerstört, da man sie im Gegensatz zu den mittelalterlichen Fensterbildern nicht ausgebaut hatte. Die Abbildungen auf dem Wappen zeigt einen sog. "Wilden Mann", einen im Volksglauben verankerten Urmenschen, den man oft beharrt, nackt oder nur mit Moos oder Laub bekleidet darstellte.
 
Das Aquarell gehört zu einer umfangreichen Sammlung von Wappenbildern, die der Freiburger Architekt und Kunstmaler Karl Schuster (1854-1925) im Auftrag der Stadt Freiburg anfertigte. Ziel war es, die bürgerlichen Wappen in der Stadt und im Freiburger Münster zeichnerisch aufzunehmen. 1915 erwarb der Freiburger Münsterbauverein den Teil der Sammlung mit den Münsterwappen. Auf besonders kunstvolle Weise sind hier die vielfältigen Wappenbilder auf den Altären, Fenstern etc. festgehalten.